Psychotherapie bei Burnout
in Berlin-Schöneberg

Burnout beschreibt einen Zustand tiefer körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung. Häufig entsteht Burnout nicht plötzlich, sondern über längere Zeit: durch anhaltenden Stress, hohe Anforderungen, fehlende Erholung oder das Gefühl, dauerhaft funktionieren zu müssen. Psychotherapie kann helfen, die Belastung einzuordnen, Grenzen wieder wahrzunehmen und Wege aus der Überforderung zu entwickeln.

Was ist Burnout?

Burnout wird oft mit dem Gefühl beschrieben, „ausgebrannt“ zu sein. Die eigene Kraft reicht nicht mehr wie früher.

Häufig steht Burnout im Zusammenhang mit beruflichem Stress. Es kann aber auch entstehen, wenn über längere Zeit Verantwortung, Konflikte, private Belastungen oder innere Ansprüche zusammenkommen. Entscheidend ist nicht nur die Menge der Aufgaben, sondern auch, ob noch ausreichend Erholung, Sinn, Einfluss und Unterstützung erlebt werden können.

Woran zeigt sich der Leidensdruck?

Der Leidensdruck zeigt sich oft daran, dass die gewohnte Leistungsfähigkeit nachlässt. Konzentration, Entscheidungsfähigkeit und Belastbarkeit nehmen ab. Viele Menschen fühlen sich gereizt, innerlich leer, erschöpft oder zunehmend distanziert von ihrer Arbeit, ihren Aufgaben oder anderen Menschen.

Typische Symptome können Schlafstörungen, innere Unruhe, körperliche Anspannung, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Rückzug, Grübeln oder das Gefühl sein, nicht mehr abschalten zu können. Manche Betroffene reagieren mit Überaktivität und versuchen, noch mehr zu leisten. Andere ziehen sich zurück, vermeiden Anforderungen oder fühlen sich schon morgens erschöpft.

Burnout ist ein sich entwickelnder Prozess. Psychotherapeutische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Erschöpfung, Stress und innere Anspannung über längere Zeit bestehen und Alltag, Arbeit, Beziehungen oder Lebensfreude spürbar beeinträchtigen.

Kann Burnout auch durch private Belastungen entstehen?

Ja. Auch wenn Burnout oft mit beruflichem Stress verbunden wird, können ähnliche Erschöpfungszustände auch durch private Dauerbelastungen entstehen. Dazu gehören zum Beispiel Pflegeverantwortung, familiäre Konflikte, Trennung, Einsamkeit, finanzielle Sorgen oder das Gefühl, dauerhaft für andere stark sein zu müssen.
In der Psychotherapie geht es darum, die tatsächlichen Belastungsquellen genauer zu verstehen – beruflich, privat oder in der Kombination aus beidem.

Beispiele für Burnout und burnoutnahe Beschwerden

Burnout kann sich unterschiedlich zeigen. Nicht jede Erschöpfung ist Burnout. Entscheidend ist, wie lange die Beschwerden bestehen, wie stark sie belasten und ob Erholung noch ausreichend möglich ist.

Dauerstress und Überforderung

Viele Betroffene erleben über längere Zeit zu hohe Anforderungen. Dazu können Arbeitsdruck, Verantwortung, ständige Erreichbarkeit, Personalmangel, Konflikte am Arbeitsplatz oder auch Mobbing gehören. Wenn Pausen fehlen und Belastung zum Normalzustand wird, kann das innere Gleichgewicht verloren gehen.

Erschöpfung trotz Erholung

Ein zentrales Anzeichen ist, dass Erholung nicht mehr richtig greift. Wochenende, Urlaub oder Schlaf bringen nur kurzfristig Entlastung. Der Körper bleibt angespannt, der Kopf arbeitet weiter, und das Gefühl von Kraft kehrt kaum zurück.

Innere Distanz und Rückzug

Burnout kann dazu führen, dass Menschen sich von Aufgaben, Kolleginnen und Kollegen oder dem eigenen beruflichen Engagement innerlich entfernen. Was früher wichtig war, wirkt nur noch belastend. Auch private Kontakte können weniger werden, weil Energie und Aufnahmefähigkeit fehlen.

Körperliche und psychische Beschwerden

Burnout betrifft nicht nur die Stimmung. Häufig treten körperliche Beschwerden, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Angst, Niedergeschlagenheit oder depressive Symptome auf.

Burnout in beruflichen oder privaten Krisen

Burnout entsteht nicht immer ausschließlich durch Arbeit. Auch Pflegeverantwortung, familiäre Belastungen, Trennung, anhaltende Konflikte oder mehrere gleichzeitige Krisen können zu chronischer Überforderung führen.

Burnout-Therapie in meiner Praxis

Belastung, Anspruch und fehlende Erholung

Bei Burnout geht es häufig um ein ungünstiges Zusammenspiel aus äußerem Druck und inneren Mustern. Hohes Verantwortungsgefühl, Perfektionismus, Pflichtgefühl oder das Bedürfnis, niemanden zu enttäuschen, können dazu führen, dass eigene Grenzen zu spät wahrgenommen werden.

Psychotherapie kann helfen, diese Dynamik genauer zu verstehen: Wo entsteht Druck? Was wird innerlich erwartet? Welche Signale wurden lange übergangen? Und was braucht es, damit Erholung wieder möglich wird?

Konkrete Veränderungen

Psychotherapeutische Behandlung kann dabei unterstützen, Stressmuster zu erkennen und konkrete Veränderungen einzuleiten. Dazu gehören ein bewussterer Umgang mit Belastung, klarere Grenzen, realistischere Ansprüche und eine bessere Wahrnehmung körperlicher (Warn)Signale.
Je nach Situation kann es hilfreich sein, Tagesstruktur, Erholung, Kommunikation am Arbeitsplatz oder den Umgang mit innerem Druck zu verändern. Auch die Frage, welche Rolle Arbeit, Anerkennung und Verantwortung im eigenen Leben einnehmen, kann therapeutisch wichtig sein.

Psychotherapeutische Aussichten

Psychotherapie kann hilfreich sein, Erschöpfung besser zu verstehen, Stress zu reduzieren und wieder mehr Stabilität im Alltag aufzubauen. Je nach Schwere der Beschwerden kann auch eine ärztliche oder psychiatrische Abklärung sinnvoll sein, besonders bei ausgeprägten Schlafproblemen, körperlichen Symptomen oder depressiven Beschwerden.
In einem Erstgespräch in meiner Praxis in Berlin können wir gemeinsam besprechen, welche Form der Unterstützung für Sie passend ist.

Therapeutin Annette Bantzer-Vanselow, Schöneberg

Gern bin ich für Sie da