Psychotherapie bei Angststörungen
in Berlin-Schöneberg

Angst gehört zum menschlichen Leben. Sie kann schützen, warnen und auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Wenn Angst jedoch übermäßig stark wird, häufig auftritt oder den Alltag zunehmend einschränkt, kann daraus eine erhebliche Belastung entstehen. Dann beeinflusst sie nicht mehr nur einzelne Situationen, sondern auch Entscheidungen, Beziehungen, Arbeit, Freizeit oder das eigene Sicherheitsgefühl. Psychotherapie kann helfen, die Angst besser zu verstehen, aufrechterhaltende Muster zu erkennen und neue Wege im Umgang mit ihr zu entwickeln.

Was ist eine Angststörung?

Eine Angststörung liegt vor, wenn Angst nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur Situation steht oder wenn sie auch ohne erkennbare äußere Gefahr immer wieder auftritt. Betroffene erleben die Angst oft als schwer kontrollierbar. Manchmal zeigt sie sich plötzlich und heftig, manchmal eher dauerhaft als innere Anspannung, Sorge oder Verunsicherung.
Angst kann sich körperlich, gedanklich und emotional ausdrücken. Häufig entstehen dadurch Vermeidungsverhalten, Rückzug oder ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit.

Woran zeigt sich der Leidensdruck?

Der Leidensdruck zeigt sich oft daran, dass das eigene Leben enger wird. Situationen, die früher selbstverständlich waren, werden vermieden. Termine, soziale Kontakte, berufliche Aufgaben oder alltägliche Wege können zunehmend belastend werden.
Typische Anzeichen können innere Unruhe, Anspannung, Schlafprobleme, Grübeln, Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Druck auf der Brust oder das Gefühl sein, die Kontrolle zu verlieren. Manche Menschen ziehen sich zurück, andere funktionieren nach außen weiter, erleben innerlich aber eine starke Belastung.
Angst kann sehr unterschiedlich auftreten. Und nicht jede Angst ist eine Angststörung. Entscheidend ist, wie stark sie belastet, wie häufig sie auftritt und wie sehr sie das Leben negativ beeinflusst.

Psychotherapeutische Unterstützung

Angst ist nicht nur ein Symptom, das möglichst schnell verschwinden soll. Sie kann auch ein Hinweis sein: auf Überforderung, unverarbeitete Erfahrungen, innere Konflikte, verletzte Grenzen oder unerfüllte Bedürfnisse. In der Therapie geht es deshalb nicht nur darum, Angst zu reduzieren. Es geht auch darum, sie besser zu verstehen. Dieses Verstehen kann entlastend sein. Es eröffnet Wege, mit Angst bewusster umzugehen, statt ihr dauerhaft ausgeliefert zu sein. Ziel ist nicht, nie wieder Angst zu empfinden. Ziel ist, der Angst weniger Macht über das eigene Leben zu geben und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu entwickeln.
In einem Erstgespräch können wir gemeinsam besprechen, welche Form der Unterstützung für Sie passend ist.

Therapeutin Annette Bantzer-Vanselow, Berlin-Schöneberg

Gern bin ich für Sie da

FAQ

Woran erkenne ich, dass Angst zu viel Raum einnimmt?

Ein wichtiger Hinweis ist, dass Angst nicht mehr nur als vorübergehende Reaktion auftritt, sondern den eigenen Handlungsspielraum verengt. Betroffene richten ihren Alltag dann zunehmend danach aus, was Angst auslösen könnte oder was sich noch sicher anfühlt.

Psychotherapeutische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass Sie bestimmte Situationen vermeiden, sich stark absichern oder innerlich dauerhaft angespannt bleiben.

Warum fühlt sich Angst so körperlich an?

Angst ist nicht nur ein Gedanke, sondern auch eine körperliche Reaktion. Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Druck auf der Brust oder innere Unruhe können Ausdruck einer aktivierten Angstreaktion sein.
Diese Symptome können sehr beunruhigend wirken, sind aber nicht automatisch ein Zeichen für eine körperliche Erkrankung. Wenn Beschwerden neu, stark oder unklar sind, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Was ist der Unterschied zwischen Angst und Panik?

Angst kann dauerhaft, situationsbezogen oder gedanklich kreisend auftreten. Panik ist meist plötzlich, intensiv und geht häufig mit starken körperlichen Symptomen einher, etwa Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Panikattacken können sehr erschreckend sein. In der Psychotherapie kann es darum gehen, die körperlichen Reaktionen besser einzuordnen und den Kreislauf aus Angst vor der nächsten Panikattacke zu unterbrechen.